Dienstag, 17. Mai 2016

Gevrey / DAS ERSTE MAL NACH DEM ATTENTAT "NOUS SOMMES PARIS" / Jetzt erst recht :*

Auf geht's nach Gevrey. Der Morgen beginnt früh! Um kurz nach 5, naja 5:40 ich bin nochmal eingekuschelt, denn um 7 müssen wir am Bus sein, dass um 7:15 der Bus abfahren kann. Bitte denken sie an Ihren Personalausweis, da aufgrund der Flüchtlingssituation Grenzkontrollen möglich sind, aber da der Busfahrer diesem wohl entgehen will, geht es über die Landstraße nach Frankreich

Shell, die erste Rast! Hier gibt es Frühstück von der Gemeinde besser gesagt Stadt Nierstein spendiert, und WLAN gratuit! Free WIFI! Man muss nur seinen Namen und die E-mail-Adresse hinterlassen!

100km vor Dijon, eigentlich fast da - aber der Busfahrer muss Pause machen, deshalb bei Avia im Internet. Wo ich vorher die Toiletten bewerten muss, aber weil ich ins Internet will und nicht Toiletten bewerten will, indem ich sie vorher anschaue, mache ich einen lachenden Smilie und très bien! Mama fand diese Bewertung nicht gerechtfertigt, aber ich fand sie waren aber trotzdem sauber! Und dann ist es soweit wir fahren nach Gevrey!

Wir setzen ein Zeichendas sich gewaschen hat - "Jetzt erst recht"- Wie wir müssen uns dem Terror beugen uns diesen Gewalten stellen und nicht davon laufen, denn so zeigen wir dass wir ANGST haben! Dies habe ich bereits im November gesagt! Aber dies heißt nicht nur das wir reisen sollen, sondern auch das wir trotzdem Spaß haben, einfach Freude am Leben und auch das nach außen tragen!


Doch aus Protest "Gewalt" oder "Wählen zu gehen" ist keine Lösung! Denn wir müssen im "KLEINEM ANFANGEN"! Um diese Krise zu bewältigen braucht es Mut und Stärke!

Wenn wir etwas gegen die größte und schlimmste europäischste Krise tun wollen, müssen wir bei uns anfangen, egal wie, wir müssen zusammen arbeiten und das können wir nur wenn wir unsere Freundschaften pflegen! Das ist ganz einfach! Die einzigen Kosten die anfallen, sind die für den Bus und das sind mit 10€ (Jugend/Azubi/Studenten) und 20€ (Erwachsentarif Ü30) echt nicht viel pro Person. Wenn man bedenkt das sind 487 km x 2 (Hin und Rückfahrt)!

Und dann zu Emilie, die wieder auf dem Campingplatz in Chamboeuf übernachtet. Ich persönlich, wenn ich die WAHL hab, dann lieber wo ich ein richtiges Bad habe, weil ich dann doch zu penibel bin. Gegen Schlafsack und Isomatte habe ich hingegen nichts einzuwenden, ist ja nichts verwerfliches dran. Manchmal ist es sogar besser wie auf Langeoog, wo ich den Stuhl vor dem vermoderten Bett (was von der länge auch viel zu kurz war) vorgezogen habe, allerdings bitte nur Holz nicht Kunststoff, da ist der Boden dann besser). Wenn ich das Bad nicht habe, dusche ich in der Regel nicht, müssen halt die anderen damit leben, dass Deo und Parfüm ausreichen müssen (falls wie heute vorhanden, gab auch schon Situationen (bzw Zeiten) wo ich das noch nicht benutzt habe oder dabei hatte)

Nach dem offiziellen Teil (inklusive der langweiligen Zeremonie vor dem Kriegerdenkmal, in Nierstein drücke ich mich immer, in Frankreich geht das bisher nicht, zwar gehört das dazu aber man könnte es kürzer Gestalten! Und den Chor keine Trauerlieder singen lassen, denn das was passiert ist kann ich eh nicht mehr ändern, wir sollten unsere Leute dafür befeiern und nicht beweinen dass sie für unsere Dummheit der Nation in Form des 1. und 2. Weltkrieges gefallen sind) geht es nach Hause, wo ich wie immer mein eigenes Zimmer habe <3!

Wie gesagt bezeichne ich das Haus von Marie Claude und Patrick auch schon als Zuhause, wenn ich eben in Gevrey bin <3! Also Gevrey-Chambertin, denn Gevrey gibt es in Frankreich tausend mal! Das Chambertin nur einmal! Nämlich hier in der Bourgogne. Aber auch sind es Erinnerungen - meine ersten Blogposts aus dem Ausland stammen von hier und hier habe ich auch die Fotos für Champagner.... gemacht!

Am nächsten Tag stelle ich fest, meine Wimperntusche, die neue von MaxFactor ist weg! Ich muss sie verloren haben. Ärgerlich, zwar habe ich genug Mascara, jetzt nicht das eine weniger auffällt, aber es ist schon ärgerlich, denn ich mochte diese sehr, es war die "MaxFactor 2000 Calorie Waterproof Volume Mascara", aber ich hab' zuhause, in Deutschland, eine identische von Flomar! Sie ist ebenfalls wasserfest... und jetzt muss halt die meiner Mutter ausreichen. Sie benutzt mittlerweile keine Aldi-Schminke mehr, nachdem ich sie erwischt habe meine Schminke zu benutzen, hat sie sich bei dem nun eigene Produkte gekauft, es geht ja nicht, das mein Lager schrumpft, denn haben ist bekannter Maßen besser als brauchen. So bin ich von meiner Oma in der Nachkriegszeit erzogen worden. Schließlich können andere Zeiten kommen, wie jetzt das Frühstück und der Ausflug!

Der "gierige Spaziergang" wie es im Programm steht, ist eine Schlemmerwanderung wie man sie aus Oppenheim kennt (besser gesagt eine Mischung aus Rheinradeln, denn es geht in den Ort selbst), von etwas mehr als 9 Kilometern (fast 10 Kilometern, wenn ich noch einen in Gevrey laufe sind es 10km) die vom Château du Clos de Vougeot startet. Das Schloss ist so bekannt das sie keine Werbung machen brauchen, es ist eine Touristenattraktion der Region Bourgogne. Hier am Château du Clos de Vougeot ist eine Schlossführung geplant, doch weil wir diese (nicht zuletzt aufgrund der Kälte im alten Gemäuer) ablehnten, zog es wieder vor die Schlossmauern in die Sonne. Doch zum Zeitvertreib, schauten wir uns den Château du Clos de Vougeot Shop an, wo ich mir ein Buch kaufte, der Rest wird im Internet bestellt. Vom Château du Clos de Vougeot geht es weiter 1,8 km zu Fuß nach Chambolle Musigny. Es ist schön dass die älteren Herrschaften auch mit machen können, denn der Reisebus fährt Etappenweise mit. Hier gibt es im salle des fêtes à Chambolle Musigny dem Festsaal von Chambolle zwei Weine und ein kleines Büffet. Ich gehe aber lieber zu den Säften (des Supermarktes "Super U", statt an die Weine, mal wieder, denn diese schmecken alt, sind also sehr streng im Geschmack! Der strenge Geschmack ist nichts für junge Leute, sondern nur für alte Säcke, wie ich es gerne sage!

Dann wandern wir weiter!

Im Weingut "Morey" von Hubert Lignier, selbst hier an der Quelle stammt der Traubensaft aus dem Tetrapack des Supermarktes "Super U", hier gibt es eine "visite de la cave"also "Kellerführung" doch mein Vater entscheidet sich für uns dagegen. Wenn das meine Mutter erfährt! Das kleine Büffet besteht hier aus leckerem RoastBeef, hier esse ich mich satt!

Dann geht es weiter den Grand Crus Richtung Gevrey! Eigentlich wollte ich ja in den Bus steigen, aber Mama hat es mir nicht erlaubt, denn jetzt beginnt die eigentliche Wanderung. Eine Kräfte zehrende Wanderung, besonders wenn man mal pinkeln muss! Zum Glück eine Mauer, denn bei den nur kniehohen Weinbergen sieht man alles. Allerdings die Leute haben sich nicht mal umgedreht, die schert das gar nicht wenn jemand in ihre teuren Weinberge pinkelt. Vielleicht liegt da ja das Geheimnis, des Preises, nein es ist schon die niedrige Höhe der Weinberge, was den Rotwein natürlich preislich in die Höhe treibt! Zur Erinnerung in Paris mit 102€ pro Flasche der teuerste auf der Karte, warum? Weil sie keine Kleinwüchsigen einstellen sondern zumindest zur Ernte von Hand im knien ernten. Dann kam Hans-Uwe mit dem Pfarrer... der mittlere Teil. Denn wie sich später heraus stellt es kommt noch ein Schluss, der laut dem Pfarrer etwas falsch verstanden hat, besonders seine Frau Anette! - Der Pfarrer "Anette hat wohl was falsch verstanden, es heißt nicht Schlenderwanderung sondern Schlemmerwanderung!"

Diesmal geht es aber ins caveau de l'Espace Chambertin. Dem Kellergewölbe, schwarze Teller, rote Tischdeke und gelbe Servietten, so ist es eingedeckt in den deutschen Farben für die Weinprobe von zwei Weinen aus Gevrey. Um 15:00 gibt es Dessert, die Jugendgruppe geht, aber zum Glück bleibe ich denn es gibt roten Crémont mit 5% Alkohol aus Gevrey. Leider habe ich nicht mehr genug Zeit, denn das aufräumen beginnt, aber vielleicht besser so, weshalb ich meinen Crémont mit Wasser aufgieße, um mehr in geringer Zeit runter zu kriegen! Während meine Eltern zum Haus laufen, nehme ich Vorlieb mit dem Auto.

Abends geht es wieder ins Espace Chambertin, wo wir verwöhnt werden mit der Vorführung von "Les Scarlines"& Michael mit seinem Arkordeon... das erste mal ist er im Programm erwähnt, sonst hat er sich einfach hingestellt und gespielt! Als Unterhaltsprogramm wie gesagt, aber der ShowAct hat es in sich und erinnert mich an meine Zeit bei "Willius Senzer" & die Kostüme erst sie sind hochwertig!

Goodbye Gevrey! Au revoir Gevrey-Chambertin, - à bientôt!

Die Rückfahrt
Zu süß der Herr Petry beim aufblasen seines Nackenkissens, wenn seine Frau ihm nicht geholfen hätte, würde er heute noch blasen. Der erste Halt bei Agip, die verarschen ja einen, man denkt man muss was eingeben, ne die Leiten einen nur weiter um viel Spaß im Internet zu wünschen!

An der Total-Tanke kaufe ich Flaviny, die bei Agip 50ct teuer waren und auch der Senf ist hier günstiger als in Dijon, immerhin 1€ spart man hier!

Essen möchte ich zwar habe aber Angst das wieder Haare von Calinette sind, weshalb das ganze wieder in der Tasche verschwindet! Dann mach ich halt Diät, was mir glaube ich im ganzen Hormon-Wirrwarr, dem echtem Wahnsinn meines Lebens, auch sehr gut tut. Was gibt es noch zusagen, der Busfahrer ist echt super gefahren und wir super zuhause angekommen.

Eure Selin

Ich liebe mein Leben, auch wenn es nicht immer nur positive Sachen zuberichten gibt, ich lasse mich von niemanden einschüchtern, "NOUS SOMMES PARIS", wir sind Paris!

Disclaimler: Dier Beitrag berichtet über meine Fahrt nach Geverey. Das erste mal nach dem Attentat "Nous sommes Paris" in Frankreich!

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